Initiative

Stark wie Bambus, die Initiative zur Förderung psychischer Gesundheit und Lebensqualität in der Arbeitswelt e.V. sind Unternehmen und Persönlichkeiten, (sowohl Arbeitnehmer  als auch Selbstständige) die sich den Zielen der Initiative verbunden fühlen. Wir möchten mit unserer Initiative Menschen informieren, berühren und gewinnen, um die seelisch gesunde Gestaltung der Zukunft von Unternehmen, Führungskräften und jedem einzelnen Mitarbeiter zu unterstützen. 

Stark wie Bambus ist im Frühjahr 2012 im Zusammenhang mit der Entstehung des Buches „Die Bambusstrategie. Den täglichen Druck mit Resilienz meistern“ und den Erfahrungen der Autorin und Initiatorin Katharina Maehrlein aus ihrer Arbeit als Consultant, Trainerin und Coach für Führungskräfte in Wirtschaftsunternehmen und sozialen Institutionen erwachsen. 

Warum Bambus?

Die Bambuspflanze dient als Analogie für die innere Kraft, die uns standfest macht und vor psychischen Überlastungen schützt: Ob eine lange Trockenzeit oder schwerer Schnee sie belasten, ob der Wind sie beugt oder sie Hindernisse beim Wachsen überwinden muss: Der Bambus überlebt, weil er alle seine eigenen Kräfte immer wieder gezielt mobilisiert. Und er schafft es auch noch, das ganze Jahr über kraftvolle, grüne Blätter zu entwickeln. Die Initiative möchte mit den von ihr unterstützten Projekten, wie beispielsweise dem jährlich stattfindenden Soul@Work Kongress und der Vernetzung unterschiedlichster Experten Lösungsansätze generieren, die Menschen so „stark wie Bambus“ machen. Sie richtet den Fokus auf die innere Kraft von Menschen und Unternehmen, um Widerstandsfähigkeit gegen seelische Erkrankungen aufzubauen und vor Demotivation, Resignation und Fehltagen aufgrund von psychischer Erschöpfung zu schützen.

Unsere Ziele

Rund zehn Prozent aller Ausfalltage in der deutschen Wirtschaft gehen mittlerweile auf das Konto seelischer Belastung. Angstzustände und Depressionen sind die vierthäufigste Krankheit am Arbeitsplatz und werden nach EU-Schätzungen in 15 Jahren in den Industriestaaten auf Platz zwei vorgerückt sein. Seelenleiden stehen als Ursache von Frühverrentung an erster Stelle. Während körperliche Erkrankungen aber eher als Normalität akzeptiert sind, stehen wir Menschen mit psychischen Erkrankungen, Angstzuständen, Suchterkrankungen und zunächst schwer einzuordnenden Verhaltensauffälligkeiten noch immer häufig völlig hilflos gegenüber. 

Prävention: Wir wollen dazu beitragen, dass Menschen so „stark wie Bambus“ werden und ihre eigene innere Kraft entfalten, damit sie  in der Lage sind, Belastungen  am Arbeitsplatz gesund zu meistern und ihre Kollegen und Mitarbeiter darin unterstützen können. Neben dem Aufbau von persönlichen Kompetenzen zur Entwicklung von mehr Widerstandsfähigkeit jedes einzelnen, müssen außerdem geeignete Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Gesellschaft geschaffen werden. Dazu braucht es praxistaugliche Konzepte, die an die modernen Herausforderungen angepasst sind. 

Mehr Lebensqualität in der Arbeitswelt: Zur Förderung von psychischer Gesundheit ist uns unter anderem die Verbesserung der Lebensqualität im Job wichtig. Denn Menschen verbringen zu viel Zeit mit ihrer Arbeit, als dass sie “Leben” ausschließlich in ihre Freizeit verschieben könnten. Den Begriff “Work-Life-Balance” halten wir in diesem Zusammenhang für nicht mehr zeitgemäß, da er unrealistischerweise davon ausgeht, man solle und könne eine Balance zwischen Arbeit und Leben erreichen. Dies ist schon deshalb nicht möglich, weil der zeitliche Umfang, den Arbeit einnimmt überwiegt. Mit dem Begriff werden außerdem fälschlicherweise zwei Aspekte unseres Lebens voneinander abgrenzt, als hätten sie nichts miteinander zu tun. Wir bevorzugen die aus unserer Sich passendere Wortwahl “Work-Life-Blending”, denn der fließende Übergang zwischen Arbeit und Leben entspricht der heutigen Realität arbeitender Menschen. Arbeit und Leben gehören untrennbar zusammen! Menschen müssen auch während ihrer Arbeit ein lebenswertes und erfülltes Leben erleben, um gesund, leistungsfähig und motiviert zu bleiben! Unternehmen, soziale Institutionen und die Wirtschaft im Allgemeinen brauchen gesunde Mitarbeiter, die mit Leib und Seele bei der Sache sind, um widerstands- und wettbewerbsfähig zu bleiben!

Aufwertung von gesundheitsorientierter Führung: Die Fähigkeit, Mitarbeiter gesund führen zu können, setzt Wissen über den dazu geeigneten Führungsstil voraus! Führungskräfte -meist selbst stark unter Druck- brauchen Unterstützung dabei, ihre Kompetenzen in diesem Bereich auszubauen, um einen gesundheitsförderlichen Führungsstil zu entwickeln, der sowohl die eigene, als auch die Gesundheit der Mitarbeiter im Fokus hat. Dazu muss Gesundes Führen offiziell in den Zielekatalog jeder Führungskraft aufgenommen werden und entsprechend beurteilt und vergütet werden.

Ganzheitliche Betrachtungsweise statt “nur” BGM: Seelische Gesundheit lässt sich nicht fördern, indem eine isolierte Abteilung aufgebaut wird, die sich um das betriebliche Gesundheitsmanagement bemüht. Eine BGM Abteilung muss Hand in Hand mit der Führungskräfteentwicklung arbeiten und an allen relevanten Schnittstellen im Unternehmen präsent sein. Dazu braucht es zwingend eine bessere Vernetzung von BGM mit der strategischen Ausrichtung des Gesamtunternehmens und den daraus resultierenden Zielvorgaben von Führungskräften und Mitarbeitern.

Mehr Wertschätzung für HR und externe Beratungsangebote

Viel zu oft werden Gesundheitsförderer in Unternehmen stiefmütterlich behandelt und sind statusmäßig noch unterhalb der Personalabteilung angesiedelt, die ebenfalls nicht ernstgenommen und in strategische Entscheidungen zu wenig einbezogen wird.

Personalern und externen Beratern wird oft wenig Wertschätzung entgegengebracht.: die einen müssen häufig ohnmächtig zuschauen, wie ihre Funktion lediglich darauf reduziert wird, die besten Leute zu möglichst niedrigen Kosten zu besorgen, die anderen sollen in immer kürzeren Formaten am Kern der Persönlichkeit arbeiten und utopische Ergebnisse erzielen.

Wir setzen uns für mehr Mitbestimmung und eine Aufwertung der Expertise im Feld der seelischen Gesundheit ein.

Seelische Gesundheit und Lebensqualität als Wirtschaftsfaktor

Maßnahmen zur Förderung seelischer Gesundheit und Lebensqualität sind eben nicht, wie vielerorts gehandhabt, nur „nice to have“, sondern existentiell notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg in Unternehmen sicher zu stellen. Nur wer sich für die Gesunderhaltung der Mitarbeiter engagiert, wird als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen und kann Fachkräfte langfristig an sich binden und neue Leistungsträger anziehen.

Daher setzen wir uns für präventive Maßnahmen  ein, die schon zu einem Zeitpunkt durchgeführt werden, wenn es den Menschen im Unternehmen noch gut geht, nicht erst nachdem alle „strategisch wirklich wichtigen“  Punkte auf der Agenda abgearbeitet wurden. Außerdem plädieren wir für die Durchführung von unterstützenden Interventionen für Mitarbeiter, die von Arbeitsplatzverlusten aber auch Umstrukturierungen, Standortverlagerungen, großen Changeprojekten oder ähnlichem betroffen sind.

Um die Chancen zu erhöhen, dass Gesundheitsförderung von den Entscheidern im Unternehmen befürwortet  und ein entsprechendes Budget zur Verfügung gestellt wird, müssen  Personaler wie Externe in der Lage sein, bedarfsgerecht und praxisorientiert zu argumentieren. Neben den soften Faktoren zur Resilienzförderung der Mitarbeiter, muss gleichzeitig der ökonomische Faktor in den Fokus der Betrachtung rücken.

Abbau von Unsicherheiten im Umgang mit psychisch Erkrankten: In jedem Unternehmen arbeiten psychisch Erkrankte und Menschen, die stark belastet sind. Wir möchten einen Beitrag dazu leisten, dass der Umgang untereinander unbeschwerter und gelassener wird. Dazu müssen psychische Erkrankungen enttabuisiert werden, indem sie nicht mehr “totgeschwiegen”, sondern öffentlich besprochen werden, damit auch in der Breite mehr solides Wissen über die Chancen und Limitierungen in der Zusammenarbeit mit Erkrankten entsteht.

Was wir tun

Soul@Work Kongress

Wir fördern den Soul@Work Kongress, der ein Mal im Jahr jeweils Mitte März im Kloster Eberbach in Eltville stattfindet. An diesem Tag kommen Experten aus maximal unterschiedlichen Bereichen und Kulturen zusammen, um neueste Erkenntnisse und Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren: Vertreter aus Unternehmen und Institutionen, Ärzte, Psychologen, Therapeuten, Hirnforscher, Vertreter des Buddhismus, der Weltreligionen, des Neurolinguistischen Programmierens, der Systemtheorie, des Sports und der Wirtschaft inspirieren mit Best Practice Beispielen und Konzepten auf drei Ebenen:

1. Was können Unternehmen tun, um seelische Gesundheit zu fördern, psychischen Erkrankungen vorzubeugen und angemessen mit persönlichen Krisen und schon Erkrankten umzugehen?

2. Was können Führungskräfte dazu beitragen, ihre Mitarbeiter seelisch gesund zu erhalten, was unterstützt sie im Umgang mit psychisch erkrankten Mitarbeitern?

3. Und wie kann sich jeder Einzelne ein Schutzschild aufbauen, um „stark wie Bambus“ zu sein oder wieder zu werden? 

Mehr Informationen zum Soul@Work Kongress finden Sie unter www.soulatwork-kongress.de

Mitglieder der Initiative erhalten die Tickets zum Kongress vergünstigt.

Soul@Work Backstage

Wir laden 1-4 Mal im Jahr zum Erfahrungsaustausch, Benchmarking und Netzwerken mit Soul@Work Backstage ein. Wir sind jeweils zu Gast in einem Unternehmen, welches uns hinter die Kulissen seiner Personalarbeit blicken und an seinem reichen Erfahrungsschatz teilhaben lässt. Die ausgewählten Gastgeber- die meisten sind mit einem Soul@Work Award ausgezeichnet- inspirieren mit Konzepten, Ideen und Ergebnissen vor dem Hintergrund ihrer vorbildlichen Personalarbeit und lassen sich auf einen offenen Dialog mit den Gästen ein. 

Neben Unternehmen besuchen wir auch Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Gesellschaft und Institutionen wie beispielsweise innovative Führungskräfte Kaderschmieden, um in einem multiperspektivischen Ansatz weitere Lösungsideen zur Förderung von psychischer Gesundheit in Unternehmen zu generieren.

Sie bekommen bei Soul@Work Backstage Best Practice Beispiele aus erster Hand, konkrete Umsetzungsideen für typische Herausforderungen und finden neben Antworten auf Ihre offenen Fragen Ansprechpartner zur Ergänzung Ihres Netzwerks. Die Teilnahme an Soul@Work Backstage ist limitiert und exklusiv den Mitgliedern der Initiative vorbehalten.

 Mehr Informationen zu Soul@Work Backstage finden Sie hier >>>

 

 

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Kontakt

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Initiative Stark wie Bambus
Pestalozzistraße 2 | 65232 Taunusstein
T + 49 (0)6128. 9792776-0
M + 49 (0)6128. 9792776-9
kontakt (at) stark-wie-bambus.de